habitate II



















habitate II, 2011–2016
mehrteilige Video- und Soundinstallation (variabel, Superslowmotion, Loop,16:9)
Bienenvölker, beschossene Reliefs der Siegessäule in Berlin.

neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) Berlin Deutschland
Fotos: Astrid Ackermann

Kunsthaus Aarau Schweiz
Fotos: Kaspar Ruoff

Stills, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten Berlin Deutschland
Fotos: Anselmo Fox




Mit seiner Arbeit habitate II nimmt Anselmo Fox die Einschusslöcher in Kunstdenkmälern und/oder im urbanen Raum auch vom bildhauerischem Standpunkt her wahr und untersucht sie als Ursprung menschlichen Handelns «anatomisch» und entziffert sie trotz ihrer Gewalttätigkeit kulturell.

Für ihn sind die Einschüsse nicht nur Zerstörung und Materiallücke, sondern Augenhöhlen, die den Blick nicht nur rahmen sondern auch auf den Betrachter zurückstarren. Der Blickwechsel zwischen Objekt und Betrachter schafft einen Raum der Ambivalenz und gleichzeitigen Abgeschlossenheit, wären nicht die Bienen. Anselmo Fox beobachtete, wie Waldbienen ihre Flugmanöver nicht wie das menschliche Sehen mit dem Lichteinfall, sondern nach der Schwärze in der Tiefe des durchlöcherten Bronzereliefs ausrichteten und als Pioniere in den ehemals abgeschlossenen Raum hinter der Bronze eindrangen, um ihn als Schutz- und Lebensraum erforschten.